Tele Columbus informiert über Cyberangriff und Datenabfluss
- Stand: 4. November 2026 (Fassung 1)
Nach bisherigen Erkenntnissen hatten unbekannte Täter von Mitte September bis Anfang Oktober 2026 Zugriff auf Teile der internen IT-Infrastruktur der Tele Columbus Netz GmbH und haben dabei Daten nach außen übertragen. Wir haben den Angriff am 30. September 2026 festgestellt, daraufhin die uns bekannten Zugänge der Angreifer gesperrt und die zuständigen Behörden informiert.
Beeinträchtigungen unserer Internet-, TV- und Telefondienste haben wir nicht festgestellt.
Auf dieser Seite informieren wir über den Stand der Untersuchungen und darüber, wie Sie sich schützen können. Wir aktualisieren die Inhalte dieser Seite, sobald neue gesicherte Erkenntnisse vorliegen.
Fragen und Antworten
Tele Columbus war Ziel eines Cyberangriffs. Dabei wurden personenbezogene Daten von aktuellen und ehemaligen Kunden, von Beschäftigten und von Geschäftspartnern der Tele Columbus Gruppe unbefugt abgegriffen. Wir haben den Angriff eingedämmt, unsere Schutzmaßnahmen verstärkt und die zuständigen Behörden informiert
Betroffen sind aktuelle und ehemalige Kunden folgender Gesellschaften: PYUR Vertrieb & Service GmbH, PYUR Sales & Service GmbH und Tele Columbus Netz GmbH (zugleich Rechtsnachfolgerin der Kabelfernsehen München ServiCenter GmbH), jeweils Messe-Allee 2, 04356 Leipzig; MEDIACOM Kabelservice GmbH, Dieselstraße 1, 85774 Unterföhring; BBcom Berlin-Brandenburgische Communikationsgesellschaft mbH, Groß-Berliner Damm 88, 12487 Berlin; HLkomm Telekommunikations GmbH, Nonnenmühlgasse 1, 04107 Leipzig. Das gilt auch für Kunden, deren Vertrag unter den früheren Marken primacom oder Kabelfernsehen München bestand, sowie für aktuelle und ehemalige Kunden der HLkomm unter den Marken an! und PŸUR Business.
Nach Feststellung des Cyberangriffs haben wir die uns bekannten Zugänge der Angreifer gesperrt und umfangreiche Schutzmaßnahmen ergriffen. Die Bundesnetzagentur, das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik und die zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörden wurden informiert. Zudem haben wir Strafanzeige erstattet. Die polizeilichen Ermittlungen laufen.
Je nach Person sind Namen, Anschriften, Kontaktdaten, Kunden- und Vertragsnummern, Vertrags- und Produktdaten, Bankverbindungen und Zahlungsdaten sowie in Einzelfällen Geburtsdaten und Abbilder von Unterschriften betroffen. Welche dieser Daten in Ihrem Fall betroffen sind, nennt das persönliche Schreiben. Bei Beschäftigten und Geschäftspartnern können darüber hinaus Buchungs- und Abrechnungsdaten aus dem Zahlungsverkehr betroffen sein. Wenn Sie kein Schreiben erhalten haben, können Sie Auskunft unter datenschutz@pyur.com verlangen (siehe unten).
Betroffene Kunden werden persönlich per Brief informiert. Die in Ihrem Fall nach aktuellem Kenntnisstand betroffenen Daten werden in dem Schreiben genannt. Der Brief enthält auch Hinweise, wie man sich gegen einen Missbrauch schützen kann.
Der Brief kommt von der Gesellschaft, mit der Ihr Vertrag besteht oder bestand.
Betroffene Beschäftigte und ehemalige Beschäftigte sowie Geschäftspartner, etwa Vertriebspartner, werden gesondert informiert.
Wir benachrichtigen alle Betroffenen, die wir ermitteln und erreichen können, schrittweise per Brief. Die Auswertung läuft noch, die Briefe werden in mehreren Tranchen versandt. Nicht alle Betroffenen können wir ermitteln oder erreichen, etwa wenn uns nur eine alte Anschrift vorliegt oder eine Buchung keiner Person eindeutig zuzuordnen ist. Diese Seite und die Anzeigen in Tageszeitungen dienen deshalb auch der Information dieser Betroffenen. Betroffen können auch Personen sein, die selbst keine Kunden sind, etwa weil sie eine Rechnung für einen Kunden bezahlt haben.
Auskunft, ob und welche Ihrer Daten möglicherweise betroffen sind, erhalten Sie nach Prüfung Ihrer Identität unter datenschutz@pyur.com.
Mit den abgeflossenen Daten könnten Sie Ziel gezielter Phishing- und Betrugsversuche werden. Kriminelle könnten sich dabei als unser Unternehmen oder als andere Stellen ausgeben und Ihre Daten nutzen, um glaubwürdig zu wirken. Sofern Ihre Bankverbindung betroffen ist, kommen außerdem unberechtigte Lastschriften in Betracht. Mit Ihrer IBAN allein kann allerdings niemand Geld von Ihrem Konto abheben oder auf Ihr Online-Banking zugreifen.
Eingehende E-Mails sollten hinsichtlich möglicher Betrugsmaschen besonders kritisch geprüft werden. Auch eine regelmäßige Kontrolle der Kontobewegungen ist insbesondere zu empfehlen. Prüfen Sie auch Vertrags- oder Bestellbestätigungen, die Sie nicht veranlasst haben, und widersprechen Sie diesen gegenüber dem Absender.
Seien Sie bei E-Mails, Anrufen und SMS besonders vorsichtig, auch wenn darin Ihr Name oder weitere Ihrer Daten genannt werden. Klicken Sie nicht auf Links und öffnen Sie keine Anhänge aus unerwarteten Nachrichten.
Geben Sie keine Passwörter, PINs oder TANs heraus. Wir werden Sie im Zusammenhang mit diesem Vorfall nicht von uns aus anrufen oder anschreiben, um danach zu fragen.
Wenn sich jemand als PŸUR bei Ihnen meldet und Sie Zweifel haben, beenden Sie den Kontakt und rufen Sie uns unter der Rufnummer 0800 220 84 84 zurück.
Sofern Ihre Bankverbindung betroffen ist, prüfen Sie Ihre Kontoauszüge in den kommenden Monaten regelmäßig. Lastschriften können Sie innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen über Ihre Bank zurückgeben lassen. Bei Lastschriften ohne gültiges Mandat gilt eine Frist von 13 Monaten.
Bei einem Verdacht auf Betrug erstatten Sie bitte Anzeige bei der Polizei und informieren Sie uns.
Mit Anliegen zu Auskunft, Berichtigung oder Löschung wenden Sie sich bitte an unseren Datenschutzbeauftragten unter datenschutz@pyur.com. Eine Löschung in unseren Systemen kann bereits abgeflossene Kopien allerdings nicht zurückholen. Weiterhin können gesetzliche Aufbewahrungspflichten einer Löschung entgegenstehen.
Wir arbeiten weiter an der vollständigen Aufklärung des Vorfalls und an der zusätzlichen Absicherung unserer Systeme. Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, informieren wir auf dieser Seite in einer neuen Fassung und, soweit wir Sie erreichen können, erneut persönlich.
Fragen zum Datenschutz richten Sie bitte an unseren Datenschutzbeauftragten unter datenschutz@pyur.com.
Beschäftigte und ehemalige Beschäftigte erreichen uns unter HR-Service@pyur.com.
Kunden wenden sich bitte an kundenservice@pyur.com mit dem Betreff „Cyberangriff“. Zusätzlich wurde die gebührenfreie Servicerufnummer 0800 220 84 84 eingerichtet.
Medienvertreter nutzen den bekannten Kontaktweg über presse@pyur.com.












