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Viele Menschen überlegen, ob es sinnvoll ist, den WLAN-Router nachts oder während einer Abwesenheit auszuschalten, um Strom zu sparen. Die kurze Antwort lautet: Ja, man spart etwas – aber die Beträge sind überschaubar. Ob sich der Aufwand lohnt, hängt daher weniger von der Technik als vom eigenen Nutzungsverhalten ab.
Ein moderner WLAN-Router wie die Fritz!Box 7590 benötigt im laufenden Betrieb typischerweise zwischen acht und fünfzehn Watt. Ältere oder besonders leistungsstarke Geräte können auch etwas darüber liegen. Rechnet man beispielhaft mit zehn Watt Dauerleistung, kommt man bei einem durchgehend eingeschalteten Gerät auf rund 88 Kilowattstunden pro Jahr. Bei einem Strompreis von etwa 35 Cent pro Kilowattstunde entspricht das ungefähr 30 Euro jährlichen Stromkosten. Da Router üblicherweise rund um die Uhr laufen, summiert sich selbst diese vergleichsweise geringe Leistung über das Jahr zu einem spürbaren Betrag.
Überschaubare Ersparnis
Ein WLAN-Repeater wie etwa der Fritz!Repeater 2400 liegt im Verbrauch meist niedriger, typischerweise zwischen drei und sechs Watt. Bei fünf Watt Dauerbetrieb entstehen im Jahr rund 44 Kilowattstunden Stromverbrauch, was etwa 15 Euro entspricht. Wer mehrere Repeater im Einsatz hat, muss diesen Wert entsprechend vervielfachen.
Schaltet man Router und Repeater nun jede Nacht für etwa acht Stunden aus, reduziert sich der Verbrauch deutlich. Bei einem Router mit zehn Watt lassen sich so rund 29 Kilowattstunden pro Jahr einsparen, was ungefähr zehn Euro entspricht. Ein Repeater spart zusätzlich etwa fünf Euro jährlich. In Summe liegt die jährliche Ersparnis also meist zwischen zehn und zwanzig Euro, abhängig von Geräteanzahl und Strompreis. Während eines zweiwöchigen Urlaubs fällt die Einsparung dagegen deutlich geringer aus. Ein Router mit zehn Watt spart in 14 Tagen nur etwas mehr als drei Kilowattstunden, also rund einen Euro. Der finanzielle Effekt einer kurzen Abwesenheit ist daher eher gering.
Technisch betrachtet sind moderne Router für den Dauerbetrieb ausgelegt. Das gelegentliche Ein- und Ausschalten – etwa einmal täglich – führt in der Regel nicht zu nennenswertem Verschleiß. Zwar entstehen durch das Aufheizen und Abkühlen minimale thermische Belastungen, diese spielen im normalen Haushaltsgebrauch jedoch kaum eine Rolle.
Komfort- und Sicherheit gehen verloren
Beim Abschalten sollte man bedenken, dass damit sämtliche Funktionen des Routers unterbrochen werden. Wenn ein Hausnotrufgerät in Betrieb ist, muss der Router immer eingeschaltet sein, weil der Telefonanschluss stets funktionieren muss. Smart-Home-Geräte, Fernzugriffe auf Netzwerkspeicher oder Kameras sowie automatische Updates sind während der Abschaltung ebenfalls nicht verfügbar. Wer viele vernetzte Geräte nutzt, verliert also einen Teil des Komforts. Der oft genannte Sicherheitsvorteil eines ausgeschalteten Routers ist zwar korrekt – ein ausgeschaltetes Gerät ist nicht angreifbar –, spielt in der Praxis jedoch eine untergeordnete Rolle, solange aktuelle Sicherheitsupdates installiert sind.
Die Steuerung lässt sich auf verschiedene Weise umsetzen. Viele Router bieten im Menü Zeitpläne, mit denen zumindest das WLAN nachts automatisch deaktiviert werden kann, während das Gerät selbst eingeschaltet bleibt. Wer das komplette Gerät vom Netz trennen möchte, kann eine einfache Zeitschaltsteckdose verwenden. Komfortabler geht es mit einer smarten Steckdose wie der FRITZ!DECT 200, die sich per App programmieren lässt.
Unterm Strich lohnt sich das nächtliche Abschalten finanziell, aber nur in begrenztem Umfang. Die Einsparungen bewegen sich meist im Bereich von einigen Euro bis etwa zwanzig Euro pro Jahr. Technische Nachteile sind bei modernen Geräten nicht zu erwarten, praktische Einschränkungen hingegen schon. Wer maximal sparen möchte und nachts keine Internetverbindung benötigt, kann eine Zeitschaltung sinnvoll einsetzen. Wer hingegen Wert auf durchgehende Erreichbarkeit und Komfort legt, wird mit einem dauerhaft eingeschalteten Router kaum einen gravierenden wirtschaftlichen Nachteil haben.












