Ergebnis des 4. Quartals und Jahresabschluss 2025 der Tele Columbus AG
- Jahresumsatz mit EUR 422,7 Mio. (-0,8 % YoY) nahezu unverändert, Rückgänge im TV-Bereich weitgehend durch Wachstum im Internet- und Telefoniegeschäft kompensiert
- Normalisiertes EBITDA 2025 bei EUR 168,4 Mio. (-9,7 % YoY) beeinflusst durch höhere ergebniswirksame Projektaufwendungen
- Berichtetes EBITDA 2025 bei EUR 128,1 Mio. (-7,5 % YoY)
- Umsatz mit Internet- und Telefonie-Kunden steigt um EUR 27,2 Mio. auf EUR 235,3 Mio. (+13,1 % YoY)
- Investitionen (CapEx) im Geschäftsjahr 2025 bei EUR 173,9 Mio. (-33,9 % YoY) – selektiver Investitionsfokus auf Glasfaser- und Netzinfrastruktur
- Gigabitfähiger Footprint um 180.000 Haushalte erweitert; FTTH-erschlossene Haushalte auf 230.000 Haushalte erhöht (2024: 188.000)
Berlin, 21. Mai 2026. Die Tele Columbus AG, einer der führenden deutschen Glasfasernetzbetreiber, hat heute ihre Ergebnisse für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht.
Christoph Lüthe, seit April 2026 CEO der Tele Columbus AG: „Tele Columbus hat sich 2025 in einem unverändert herausfordernden Marktumfeld operativ behauptet. Wir wachsen konsequent dort, wo unsere Stärke liegt, nämlich im Internet- und Telefoniegeschäft auf eigener Infrastruktur. Insgesamt haben wir den Footprint unserer Gigabit- und Glasfaserkapazitäten gezielt erweitert.“
Tele Columbus erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von EUR 422,7 Mio. (-0,8 % YoY). Damit blieb der Umsatz wie prognostiziert stabil. Das Wachstum im Bereich Internet und Telefonie setzte sich 2025 fort: Die Erlöse mit Internet- und Telefonie-Kunden stiegen auf EUR 235,3 Mio. (+13,1 % YoY). In einem weiterhin stark umkämpften Breitbandmarkt verzeichnete Tele Columbus im Jahr 2025 als einziger großer Anbieter in Deutschland durchgängiges Wachstum im Internetbereich. Die Internetkundenbasis erhöhte sich im Berichtsjahr auf 742.000 RGUs (+5,7 % YoY). Der durchschnittliche Erlös pro Kunde (ARPU) erhöhte sich auf EUR 21,31 von EUR 17,99 im Vorjahr (+18,5 % YoY). Mit der im Mai 2026 vereinbarten Wholesale-Kooperation mit 1&1 soll die Vermarktung des Glasfasernetzes perspektivisch auf rund 1,2 Millionen zusätzliche Haushalte ausgeweitet werden.
TV-Geschäft weiterhin durch Wegfall der Umlagefähigkeit geprägt
Der seit dem 1. Juli 2024 geltende Wegfall der Umlagefähigkeit von Kabelfernsehgebühren über die Mietnebenkosten beeinflusste auch im Geschäftsjahr 2025 den Kundenbestand im TV-Bereich. Die Kabel-TV-RGUs sanken um 6 % von 1,1 Mio. auf 1,03 Mio. Die Zahl der Premium-TV-Abonnenten lag zum Jahresende bei rund 486k (2024: 508k).
Die Gesamtkundenbasis sank um 3,7 % auf 1,33 Mio. Kunden – maßgeblich bedingt durch den Rückgang im TV-Bereich, während die Zahl der Internetkunden weiter zunahm.
Investitionen mit selektivem Fokus auf Glasfaser- und Netzinfrastruktur
Die Investitionen (CapEx) sanken im Geschäftsjahr 2025 auf EUR 173,9 Mio. gegenüber EUR 263,2 Mio. im Vorjahr (-33,9 % YoY) und damit unterhalb des ursprünglich erwarteten Niveaus. Der Rückgang reflektiert insbesondere eine selektivere Investitionssteuerung, den Projektmix sowie die im Rahmen der Abschlusserstellung finalisierte Abgrenzung aktivierungsfähiger Projektaufwendungen. Der Investitionsschwerpunkt lag weiterhin auf dem Ausbau der Glasfaserinfrastruktur sowie der weiteren Modernisierung des bestehenden Netzes auf Basis des DOCSIS-3.1-Standards.
Die Anzahl der FTTH-erschlossenen Haushalte wurde auf rund 230k erhöht (2024: 188k). Die Zahl der gigabitfähigen Haushalte stieg insgesamt um weitere 180k.
Normalisiertes EBITDA durch höhere ergebniswirksame Projektaufwendungen beeinflusst
Das normalisierte EBITDA betrug im Geschäftsjahr 2025 EUR 168,4 Mio. nach EUR 186,6 Mio. im Vorjahr (-9,7 % YoY). Die Entwicklung wurde insbesondere durch höhere ergebniswirksame Projektaufwendungen beeinflusst. Zusätzlich entfiel ein positiver Vorjahreseffekt aus der Auflösung von Rückstellungen im Bereich der Signalkosten. Das berichtete EBITDA betrug im Geschäftsjahr 2025 EUR 128,1 Mio. (-7,5 % YoY). Positive Effekte aus dem Wegfall wesentlicher Transformations- und Refinanzierungsaufwendungen des Vorjahres wurden durch höhere ergebniswirksame Projektaufwendungen sowie Restrukturierungsaufwendungen teilweise kompensiert. Marketing- sowie Rechts- und Beratungskosten sanken um EUR 10,7 Mio. bzw. EUR 13,8 Mio., da wesentliche Maßnahmen im Zusammenhang mit dem TV-Umlagewechsel und der Unternehmenstransformation weitgehend abgeschlossen wurden.












