Wie entwickelt sich der Telekommunikationsmarkt weiter – und worauf kommt es für uns in den kommenden Jahren an? Darüber diskutierte unser CEO Christoph Lüthe auf dem Panel der TEC-Jahreskonferenz* mit Wolfram Rinner (GasLINE), Marco Griefahn (ING DiBa) und Soeren Wendler (M-net) unter der Moderation von Prof. Dr. Jens Böcker (Hochschule Bonn-Rhein-Sieg) in Frankfurt. Unsere Botschaft für 2027: Wachstum um jeden Preis ist vorbei. Entscheidend ist, dass Investitionen Wert schaffen und sich wirtschaftlich rechnen.
Bei Tele Columbus werden die Ausbauentscheidungen noch konsequenter an Wirtschaftlichkeit und tatsächlicher Netzauslastung ausrichten. Nicht allein die Zahl der ausgebauten Haushalte zählt, sondern vor allem, wie schnell daraus tatsächlich aktive Kunden werden. Jeder investierte Euro soll einen klaren Beitrag zur Wertschöpfung leisten.
Dabei setzt Tele Columbus auf einen pragmatischen Technologiemix. Die bestehenden gigabitfähigen HFC-Netze mit DOCSIS liefern bereits heute hohe Bandbreiten und verlässlichen Cashflow. Sie bilden damit ein wichtiges finanzielles Rückgrat für den schrittweisen Übergang zu FTTH.
Auch die regulatorischen Rahmenbedingungen spielen bei den Investitionsentscheidungen eine zunehmend wichtige Rolle. Getätigte Investitionen in bestehende Netze dürfen durch Regulierung nicht entwertet werden. Für Tele Columbus ist deshalb Investitionssicherheit ein zentraler Punkt. Gleichzeitig soll die schon heute sehr gute Zusammenarbeit mit der Wohnungswirtschaft weiter intensiviert werden. Langfristige Partnerschaften auf Netzebene 4 sichern den Zugang zu den Haushalten und schaffen die Grundlage für gemeinsame Wertschöpfung. Ergänzend soll Open Access über Wholesale-Partnerschaften für eine höhere Auslastung der Netze sorgen.
Neben Netz und Markt ging es auf dem Panel auch um die Organisation. Tele Columbus will agiler und stärker übergreifend arbeiten, Silos zwischen Netz, IT und Vertrieb weiter abbauen und Daten intelligenter nutzen. KI und Automatisierung können dabei helfen, Prozesse effizienter zu machen und die Skalierbarkeit zu erhöhen.
Bei aller Veränderung sieht Christoph Lüthe eine wichtige Stärke bereits heute: „Wir haben ein sehr gutes Geschäftsmodell mit unseren bestehenden Kunden.“ Darauf soll die weitere Entwicklung aufbauen – mit gezielten Investitionen, einer hohen Auslastung der vorhandenen Infrastruktur und starken Partnerschaften.
*Der Telecommunication Executive Circle (TEC) ist ein exklusives Branchenforum für Führungskräfte der Telekommunikationswirtschaft zum Austausch über aktuelle Markt-, Strategie- und Regulierungsthemen.












